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Aktuelle Dieselpreise und Benzinpreise von Tankstellen in ganz Deutschland.
Prognose & Analyse der Benzinpreisentwicklung
für den 04.05.2026
benzinpreis.de Prognose, ausgegeben am Montag, dem 04.05. um 13:15 Uhr Gesamtlage: Der Spritmarkt befindet sich in einer turbulenten Phase mit gegenläufigen Kräften – ein kräftiger Ölpreissprung von gut 4 Prozent binnen 24 Stunden trifft auf einen bereits seit Wochen fallenden Preistrend und überdurchschnittlich hohe Margen der Mineralölkonzerne. Prognose für die kommenden Tage: Montag, 4. Mai 2026: Die Tendenz ist leicht fallend. Der Ölpreisanstieg wirkt zwar preistreibend, wird aber durch das anhaltend negative Momentum und den hohen Rohüberschuss überkompensiert. Dienstag, 5. Mai 2026: Ebenfalls leicht fallend. Der Öleffekt lässt bereits nach, während die fallende Grundtendenz weiter dominiert. Mittwoch, 6. Mai 2026: Leicht fallend mit etwas verstärktem Abwärtsdruck. Die Nachwirkungen des Ölsprungs klingen weiter ab. Donnerstag, 7. Mai 2026: Weiterhin leicht fallend. Die Marktberuhigung setzt sich fort, der Abwärtstrend bleibt intakt. Im gesamten Prognosezeitraum sind keine Feiertage, Ferienzeiten oder Brückentage zu verzeichnen. Kalendereffekte spielen daher keine besondere Rolle. Zur Situation und den Bewertungsansätzen: Der wichtigste kurzfristige Faktor ist der erhebliche Ölpreisanstieg von rund 4,1 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Derartige Extrembewegungen werden erfahrungsgemäß rasch an die Zapfsäule weitergegeben, allerdings lässt der Effekt mit jedem Tag nach. Für heute sind noch etwa 1,6 Prozent Preisanpassung ausstehend, bis Donnerstag reduziert sich dieser Anteil auf etwa 0,5 Prozent. Diesem Aufwärtsdruck steht ein bemerkenswert stabiler Abwärtstrend gegenüber. Das 7-Tage-Momentum zeigt einen durchschnittlichen Rückgang von rund 1,4 Cent pro Tag bei Super. Auch der längerfristige 28-Tage-Makrotrend bestätigt diese fallende Tendenz mit etwa 0,4 Cent täglich. Besonders aufschlussreich ist die Rohüberschussanalyse. Der aktuelle Rohüberschuss – also die Differenz zwischen Netto-Verkaufspreis, Fixabgaben und Rohölkosten – liegt bei Super bei 47,6 Cent pro Liter. Das 4-Wochen-Mittel beträgt hingegen nur 42,0 Cent pro Liter, was einer Abweichung von 5,6 Cent nach oben entspricht. Dieser Wert liegt sogar über dem 80er-Perzentil der Jahresverteilung von 46,1 Cent. Die Margen der Mineralölkonzerne sind damit historisch betrachtet ungewöhnlich hoch. Erfahrungsgemäß folgt auf solche Phasen binnen etwa 14 Tagen eine Preiskorrektur nach unten, da der Wettbewerbsdruck irgendwann zu Anpassungen zwingt. Bei Diesel hingegen bewegt sich die Marge mit 65,9 Cent pro Liter im normalen Bereich, weshalb hier kein besonderer Korrekturdruck besteht. Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ergibt sich aus der aktuell hohen Marktvolatilität. Die durchschnittliche Tagespreisspanne der letzten sieben Tage beträgt 13,7 Cent pro Liter und liegt damit deutlich über dem üblichen Niveau von etwa 10,8 Cent. Dies signalisiert eine Umbruchphase am Markt, weshalb alle Prognosen mit erhöhter Vorsicht zu betrachten sind. Das Modell dämpft daher automatisch die Gewichtung der Wochentagsmuster, da diese in volatilen Phasen weniger verlässlich sind. Zur Komplexität des Berechnungsmodells: Die Preisprognose stützt sich auf ein vielschichtiges System, das verschiedene Einflussfaktoren mathematisch verknüpft. Dabei fließen exponentiell gewichtete Wochentagsmuster aus 13 Jahren Preishistorie ein, wobei jüngere Beobachtungen stärker gewichtet werden als ältere. Das Ölpreismodell arbeitet asymmetrisch, denn Preisanstiege am Rohölmarkt schlagen erfahrungsgemäß schneller auf die Tankstellenpreise durch als Preissenkungen – ein Phänomen, das in der Fachliteratur als Rockets and Feathers bekannt ist. Die Rohüberschussanalyse vergleicht tagesaktuelle Margen mit historischen Verteilungen und erkennt dadurch überhöhte oder gedrückte Gewinnspannen der Konzerne. Bei extremen Marktbewegungen wie dem aktuellen Ölsprung werden automatisch Dämpfungsfaktoren aktiviert, um das Überschießen einzelner Signale zu vermeiden. All diese Komponenten werden zu einem Gesamtscore verdichtet, der anschließend anhand historischer Backtests in eine kalibrierte Wahrscheinlichkeit für Preisbewegungen übersetzt wird.