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Aktuelle Dieselpreise und Benzinpreise von Tankstellen in ganz Deutschland.
Prognose & Analyse der Benzinpreisentwicklung
für den 23.03.2026
benzinpreis.de Prognose, ausgegeben am Montag, dem 23.03. um 17:40 Uhr Gesamtlage: Der massive Ölpreisrückgang von rund 6 Prozent innerhalb von 24 Stunden dominiert aktuell das Marktgeschehen, doch die verzögerte Weitergabe an der Zapfsäule sowie ein anhaltend steigender Preistrend der vergangenen Wochen sorgen dafür, dass die Preise zunächst noch leicht zulegen, bevor sie zur Wochenmitte stabilisieren. Montag, 23. März 2026: Die Preise zeigen eine leicht steigende Tendenz. Trotz des starken Ölpreisverfalls wirkt das Momentum der vergangenen sieben Tage noch nach, in denen die Preise täglich um etwa 0,7 Cent gestiegen sind. Erst ein kleiner Teil der Ölpreissenkung ist bisher an den Zapfsäulen angekommen. Dienstag, 24. März 2026: Auch am Dienstag bleibt die Tendenz leicht steigend. Das typische Wochentagsmuster, das Dienstage als tendenziell teurere Tage ausweist, wird durch den Ölpreiseffekt zwar abgeschwächt, aber nicht vollständig aufgehoben. Rund ein Drittel der Ölpreissenkung dürfte bis dahin eingepreist sein. Mittwoch, 25. März 2026: Die Preise stabilisieren sich. Der Mittwoch ist historisch betrachtet ein günstiger Tag, und dieser Effekt beginnt zusammen mit dem fortschreitenden Durchreichen der Ölpreissenkung zu wirken. Knapp die Hälfte des Preisrückgangs beim Rohöl sollte nun an der Tankstelle angekommen sein. Donnerstag, 26. März 2026: Die stabile Tendenz setzt sich fort. Der Donnerstag zeigt das günstigste Wochentagsmuster, und bereits über die Hälfte der Ölpreissenkung ist eingepreist. Die Preise dürften sich seitwärts bewegen. Zur Situation und den Bewertungsansätzen: Die aktuelle Marktlage wird von einem außergewöhnlich starken Ölpreisrückgang geprägt. Innerhalb von 24 Stunden ist der Rohölpreis um rund 6 Prozent gefallen, was als Extremereignis eingestuft wird. Bei solchen Ausschlägen verliert das übliche Wochentagsmuster vorübergehend an Bedeutung, da die Trendkomponente dominiert. Die Senkung beim Rohöl wird allerdings nicht sofort vollständig an die Verbraucher weitergegeben. Erfahrungsgemäß dauert es etwa 11 Tage, bis 90 Prozent einer Ölpreissenkung an der Zapfsäule ankommen. Die sogenannte Asymmetrie zeigt sich darin, dass Preiserhöhungen schneller durchgereicht werden als Senkungen. Die Rohüberschussanalyse liefert ein interessantes Signal. Der Rohüberschuss, also die Differenz zwischen dem Netto-Verkaufspreis und den Fixkosten aus Abgaben sowie Rohölkosten, liegt aktuell bei 36,4 Cent pro Liter. Der Durchschnitt der vergangenen vier Wochen beträgt 34,0 Cent. Diese Abweichung von 2,4 Cent nach oben zeigt, dass die Marge der Mineralölkonzerne derzeit überdurchschnittlich hoch ist. Besonders auffällig ist die Situation beim Diesel, wo die aktuelle Marge mit knapp 67 Cent pro Liter deutlich über dem Vierwochenmittel von rund 48 Cent liegt. Bei Super und E10 bewegen sich die Margen noch im Normalbereich. Diese erhöhte Gesamtmarge erzeugt mittelfristig einen Senkungsdruck, sodass binnen etwa 14 Tagen eine Preiskorrektur nach unten wahrscheinlich ist. Das 7-Tage-Momentum zeigt einen steigenden Trend von etwa 0,7 Cent pro Tag bei Benzin und sogar 2,2 Cent pro Tag bei Diesel. Auch der längerfristige 28-Tage-Makrotrend weist mit knapp 1 Cent pro Tag nach oben. Diese Aufwärtsdynamik der vergangenen Wochen bremst kurzfristig die preissenkende Wirkung des Ölpreisverfalls. Im Prognosezeitraum gibt es in keinem Bundesland Schulferien, Feiertage oder Brückentage, sodass keine zusätzlichen Nachfrageeffekte durch Reiseverkehr zu erwarten sind. Zur Komplexität des Berechnungsmodells: Die Prognose basiert auf einem mehrdimensionalen Ansatz, der verschiedene Einflussfaktoren gewichtet zusammenführt. Die Wochentagsmuster werden aus 13 Jahren Preisdaten berechnet, wobei jüngere Beobachtungen stärker gewichtet werden. Der Ölpreiseffekt wird asymmetrisch modelliert, da sich Erhöhungen erfahrungsgemäß schneller an der Zapfsäule niederschlagen als Senkungen. Bei Extrembewegungen am Ölmarkt wird das Wochentagsmuster automatisch gedämpft, da dann der Trendeffekt dominiert. Die Rohüberschussanalyse vergleicht die aktuelle Marge mit den Perzentilen der Jahresverteilung und erkennt so systematische Abweichungen vom Normalzustand. Kurzfristiges Momentum und längerfristiger Makrotrend erfassen die Preisdynamik auf unterschiedlichen Zeitskalen. Die Kalibrierung der Wahrscheinlichkeiten erfolgt durch Backtests, bei denen historische Prognosen mit den tatsächlichen Preisbewegungen abgeglichen werden. Alle Komponenten werden schließlich zu einem Gesamtscore verdichtet, der die Tendenz für jeden Tag angibt.