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Aktuelle Dieselpreise und Benzinpreise von Tankstellen in ganz Deutschland.

Prognose & Analyse der Benzinpreisentwicklung

für den 30.04.2026

benzinpreis.de Prognose, ausgegeben am Donnerstag, dem 30.04. um 09:15 Uhr Die Spritpreise stehen vor einem historischen Umbruch: Ab dem 1. Mai 2026 tritt eine gesetzliche Steuersenkung in Kraft, die den größten Preisrückgang seit dem Tankrabatt 2022 auslösen wird – allerdings bei gleichzeitig stark gestiegenem Ölpreis und angespannter Margenlage der Tankstellen. Donnerstag, 30. April 2026: Stabile Tendenz. Der Rohölpreis ist innerhalb von 24 Stunden um gut vier Prozent gestiegen, was normalerweise sofort zu höheren Zapfsäulenpreisen führen würde. Da jedoch heute der letzte Tag vor dem Maifeiertag ist und die Tankstellen wissen, dass morgen die große Steuersenkung greift, halten sich Preiserhöhungen in Grenzen. Der Markt befindet sich in einer Wartehaltung. Freitag, 1. Mai 2026: Leicht fallende Tendenz. Der Tag der Arbeit ist bundesweit Feiertag für die gesamte Bevölkerung. Ab diesem Tag sinken die staatlichen Abgaben gesetzlich um 16,7 Cent pro Liter brutto, bestehend aus Senkungen bei Energiesteuer, CO₂-Abgabe und Erdölbevorratungsbeitrag. Erfahrungsgemäß geben Tankstellen solche Senkungen allerdings nur verzögert und unvollständig weiter – ein Phänomen, das in der Ökonomie als Rockets-and-Feathers-Effekt bekannt ist: Preise steigen schnell wie Raketen, fallen aber langsam wie Federn. Für den ersten Tag wird erwartet, dass etwa die Hälfte der Senkung, also effektiv rund 8,4 Cent pro Liter brutto, tatsächlich beim Verbraucher ankommt. Die andere Hälfte verbleibt zunächst als Mehrgewinn bei den Anbietern. Samstag, 2. Mai 2026: Leicht fallende Tendenz. Die Weitergabe der Steuersenkung setzt sich fort. Für diesen Tag ist damit zu rechnen, dass bereits etwa 85 Prozent der gesetzlichen Senkung an die Kunden weitergegeben werden, was effektiv rund 14,2 Cent pro Liter brutto entspricht. Der Wettbewerbsdruck zwischen den Tankstellen sorgt erfahrungsgemäß dafür, dass die Preissenkung im Laufe des Wochenendes nahezu vollständig durchschlägt. Sonntag, 3. Mai 2026: Leicht fallende Tendenz. Die Preise sollten sich auf dem neuen, niedrigeren Niveau eingependelt haben. Die effektive Weitergabe bleibt bei etwa 14,2 Cent pro Liter brutto. Ein kleiner Rest von rund 2,5 Cent pro Liter verbleibt erfahrungsgemäß dauerhaft bei den Mineralölkonzernen. Im Prognosezeitraum gibt es ein wichtiges Kalenderereignis: Der 1. Mai 2026 ist bundesweit gesetzlicher Feiertag. An Feiertagen sind die Spritpreise historisch betrachtet im Durchschnitt etwa 0,3 Cent pro Liter höher als an normalen Werktagen, da viele Menschen Ausflugsfahrten unternehmen und die Nachfrage steigt. Dieser kleine Aufwärtseffekt wird in diesem Jahr jedoch vom massiven Abwärtsdruck durch die Steuersenkung weit überlagert. Die Rohüberschussanalyse zeigt eine angespannte Situation. Der aktuelle Rohüberschuss, also das was den Tankstellen nach Abzug von Rohölkosten und Fixabgaben bleibt, liegt bei 38,4 Cent pro Liter für Super E5. Das ist 2,9 Cent unter dem Vierwochenmittel von 41,3 Cent und bewegt sich unterhalb des 20. Perzentils der Jahresverteilung. Besonders kritisch ist die Lage beim Diesel: Hier liegt die Marge mit 56,9 Cent pro Liter sogar 9,7 Cent unter dem Durchschnitt. Unter normalen Umständen würde diese gequetschte Marge sofortige Preiserhöhungen auslösen, da die Konzerne ihre Gewinnspanne verteidigen wollen. Die Steuersenkung verschafft ihnen jedoch einen anderen Weg: Indem sie die Senkung nur teilweise weitergeben, können sie ihre Margen wieder auffüllen, ohne die Preise offiziell erhöhen zu müssen. Der aktuelle Rohölpreis ist mit plus vier Prozent innerhalb von 24 Stunden extrem stark gestiegen. Normalerweise werden solche Anstiege innerhalb von etwa drei Tagen vollständig an die Zapfsäule weitergegeben. In diesem Prognosemodell wird berücksichtigt, dass etwa 1,6 Prozent des Anstiegs noch ausstehen und in den kommenden Tagen durchschlagen werden. Dieser Aufwärtsdruck dämpft den Effekt der Steuersenkung zusätzlich. Das Berechnungsmodell für diese Prognose ist vielschichtig und berücksichtigt zahlreiche Faktoren gleichzeitig. Es kombiniert einen exponentiell gewichteten Wochentagseffekt aus 13 Jahren Preishistorie, bei dem jüngere Daten stärker gewichtet werden, mit einem asymmetrischen Ölpreismodell, das den empirisch belegten Rockets-and-Feathers-Effekt abbildet. Hinzu kommen Kalendereffekte aus zwei Jahren Daten für alle 16 Bundesländer, ein Sieben-Tage-Momentum für kurzfristige Trends, ein 28-Tage-Makrotrend für mittelfristige Marktdynamik sowie die Rohüberschussanalyse zur Bewertung der Margensituation. Besonders komplex wird das Modell bei Extremereignissen: Der aktuelle Ölpreisschock von über vier Prozent innerhalb eines Tages aktiviert eine Sondermechanik, die den normalen Wochentagseffekt auf 20 Prozent dämpft, da in solchen Phasen der Ölpreis die Preisbildung dominiert. Zusätzlich wird die hohe aktuelle Marktvolatilität von durchschnittlich 13,4 Cent Tagesspanne erkannt, was über dem 80. Perzentil der letzten 180 Tage liegt, und führt zu einer generellen Dämpfung aller Prognosen um 25 Prozent. Dies signalisiert, dass der Markt sich in einer Umbruchphase befindet und Vorhersagen mit größerer Unsicherheit behaftet sind als gewöhnlich.

Berta, deine Benzinpreis-Assistentin.

Berta Hallo, wie kann ich dir helfen?

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